Corona – oder die Wahl zwischen Pest und Cholera.

Dirmingen-online ist eine Plattform, die privat betrieben und die keinen kommerziellen Zweck verfolgt. Als Puplisher und Autor versuche ich immer etwas neutral zu agieren. Diese Internetpräsenz dient unserem Dörfchen. Das kleine Dörfchen das die meisten von uns lieben und in dem wir gerne wohnen. Dennoch muss ich an dieser Stelle einmal meine Meinung preis geben.

In unser Leben hat sich nun ein Virus eingeschlichen. Nicht etwa der Covid 19, nein vielmehr der Virus der Spaltung der Gesellschaft. Dieser Virus ist übel, denn nur eine funktionierende Gemeinschaft kann Siege erringen. Wie ist es dazu gekommen ? Nun, als Covid kam, hatte er eine rasende Geschwindigkeit an den Tag gelegt und durch die Globalisierung fand er viel zu schnell den Weg zu uns. Keine Zeit angemessen zu reagieren. Der Katastrophenschutz hatte man Ende der 80 iger auf Eis gelegt, weil man meinte, dass er zu teuer wäre und nicht mehr seinen Zweck erfüllte. Das war ein Irrtum, wie man ja aktuell auch bei der Flutkatastrophe im Ahrtal sehen konnte. Der Schutz der Bevölkerung ist halt keine Nullnummer, sondern kostet viel Geld.

Covid kam und wir hatten nichts, das wir Ihm entgegen setzen konnten. Ein reiches Land und noch nicht mal einen einfachen Mundschutz konnte unsere Regierung den Menschen bieten. Die erste Lüge war dann, dass ein Mundschutz ja nichts bringen würde (wir hatten ja auch keinen). Wir sind ein Volk und darauf bin ich stolz, dass sich so schnell nicht unterkriegen lässt und so wurden in sehr vielen Haushalten Masken genäht und zuerst die Familie und Bekannten versorgt. Im zweiten Stepp wurden Masken für viele weiteren Bürger hergestellt. Meine erste Maske, hergestellt von der Schwiegermutter meines Sohnes, habe ich immer noch und die wird auch einen Rahmen bekommen und als Mahnung zukünftig das Treppenhaus zieren. Die Regierung war planlos und es wurden teilweise zweifelhafte Maßnahmen bis hin zum Lock Down und Ausgangssperre beschlossen.

Kontaktbeschränkungen, Schulschließungen mit Online-Unterricht, der nicht richtig funktionierte, weil die Infrastruktur miserabel und die Lehrer und die Schüler dafür nie ausgebildet wurden. Das war ja auch bislang nicht notwendig. Nächtliche Ausgangssperren auf dem Land sind absolut sinnfrei, wobei natürlich in den größeren Städten ein Sinn zu sehen ist. Klar, dass hier eine Linie gezogen werden musste. Mittlerweile wurde eifrig an Impfstoffen geforscht und die Pharmazie konnte in einer relativen kurzen Zeit Impfstoffe anbieten. Priorisierungen erfolgten, die ebenfalls zweifelhaft waren. Durch das Netz der Priorisierung fielen die vielen Verkäufer und Verkäuferinnen des Einzelhandels, die jeden Tag mit hunderten von ungeimpften, mit einfachen handgenähten, Stoffen versehene, Kunden gegenüber standen. Neben den vielen Fachkräften, die an der Front standen und täglich ihre Gesundheit und ihr Leben im Kampf gegen Covid auf’s Spiel setzten, sind die Leute aus dem Einzelhandel die Helden des Alltags.

Mit rasender Geschwindigkeit breitete sich Covid-19 in den Alten- und Pflegeheimen aus. Viele Tote, gerade unter den alten Menschen waren zu beklagen, aber auch Jüngere füllten die Intensivstationen bis über die Belastungsgrenze hinweg. Die Zahl der Toten stieg und die Mediziner und medizinische Fachkräfte rangen um jedes einzelne Menschenleben und sammelten Erfahrung. Ich habe Menschen kennen gelernt, die sich nicht mehr von Ihrem verstorbenen Familienmitglied verabschieden konnten. Steril eingepackt und in den Sarg verbracht, verbrannt und das einzigste was die Angehörigen an der Beerdigung im allerkleinsten Kreis noch sahen, war die Urne.

Das normalerweise gut funktionierende Immunsystem des Menschen, kannte den Covid-19 nicht und hatte diesem wenig entgegen zu setzen. Also mussten Impfstoffe her, die den Körper des Menschen anlernen mussten, mit dem Virus um zu gehen. Impfungen kennen wir schon über 100 Jahre und es gab nie so viele Diskussionen wie um diese Impfung. Allerdings gab es auch schon lange keine solche Pandemie mehr. Denken wir einmal zurück in’s düstere Mittelalter. Damals wütete die Pest und Cholera und fegten die meisten Menschen aus Europa vom Planeten. Wäre der Impfstoff nicht gekommen, wären auch in der heutigen Zeit, alleine in Deutschland, Menschenleben in Millionenhöhe zu beklagen. Und nun kommen wir zum Impfen…

Ich habe nicht “Hurra” geschriehen, als die Impfung möglich wurde und ich einen Termin hatte. Als Feuerwehrmann war die Priorisierung nicht allzu weit vorn, sondern eher hinten. Auch ich habe mir um die Impfung Gedanken gemacht, mich aber dann entschlossen, die Impfung durchführen zu lassen. Deutschland hat, was das Impfen betrifft, viel Erfahrung. Am 12. Juni 2021 hatte ich meine zweite Dosis Biontech erhalten. Ich hatte keinerlei Nebenwirkungen, was mich aber nicht wunderte, denn weder Tetanus, noch Hepatitis-, noch Grippeimpfung hatten bei mir Nebenwirkungen ausgelöst. Wobei ich allerdings noch nie in meinem Leben eine Grippe hatte. Nur halt mal die saarländische “Fregg”.

Am 01. Dezember 2021 wurde ich mit Moderna “geboostert” (ein furchtbares Wort), habe also eine Auffrischung bekommen. Mittlerweile wurden viele gesunde Babys geboren, von Eltern, die mit den unterschiedlichsten Impfstoffen geimpft waren. Auch ich bin stolzer Opa eines gesunden Mädchens, dass in der Corona-Pandemie geboren wurde. Das Leben sucht sich seinen Weg. Nehmen wir einmal die Beipackzettel aller unserer Medikamente und lesen diese mal richtig durch. Ein Impfgegner müsste sofort mit der Einnahme der Medikamente aufhören, denn wer schon einmal einen Beipackzettel gelesen hat, der hat diesen sehr schnell auf die Seite gelegt und die aufsteigenden Gedanken verdrängt. Es wird immer bei der Zuführung von Arzneimitteln ein Restrisiko bleiben. Das ist bei Tabletten, bei Zäpfchen, bei Tropfen oder bei einer Impfung so. Wären all diese Medikamente nicht, hätten wir keine so hohe Lebenserwartung, das sollte uns allen bewusst sein. Wir führen dem Körper zu, was er selbst nicht leisten kann.

Die Pandemie wird uns nicht verlassen, dass sollte uns auch bewusst sein. Unser Ziel muss eine gewisse Herdenimmunität sein. Diese können wir nur erreichen, wenn wir impfen und dadurch die Krankheitsverläufe abgeflachter von statten gehen. Wir werden, das ist meine persönliche Meinung, zukünftig, genau wie bei der Grippe, jedes Jahr ein paar tausend Corona-Tote zu beklagen haben. Diese Geisel der Menschheit wird uns, genau wie die Grippe, nicht mehr verlassen.

Dennoch sollte es unsere Gesellschaft nicht spalten und der Umgang miteinander, auf sozialer Ebene, sollte erhalten bleiben. Es trifft uns keine Schuld, denn wir sind Opfer der Pandemie. Ich gehe davon aus, dass wir in 2021 vor Weihnachten, noch in den Lock Down gehen werden und dass es 2022 eine Impfpflicht geben wird. Mein Vater sagte immer: “Wir leben in einer parlamentarischen Diktatur” und da hatte er nicht so ganz unrecht. Allerdings bedingen besondere Situationen besondere Maßnahmen. Dennoch hoffe ich, dass wir alle gut durch die Pandemie kommen. Bleibt gesund und wenn Ihr mir auf diesen Beitrag einen Kommentar schreiben möchtet, dann unter der Mailadresse: redaktion@dirmingen.eu

Euer Hans-Werner Guthörl

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