Der Friedhof

Der Friedhof von Dirmingen liegt am Ortsausgang auf der rechten Seite in Richtung Eppelborn. Von der Straße aus zieht er sich großflächig bis hinauf zur Waldgrenze des Geißenberges. Waren es früher die normalen Gräber die den Friedhof füllten, so dominieren heute die Rasengräber und Urnenwände. Der Friedhof, im Volksmund auch “Bahmert” genannt, wird von der Gemeinde Eppelborn gut gepflegt.

Dieser Ort ist ein Ort der Stille und Ruhe mit einem Blick auf Dirmingen von Westen her. Hier trifft man am Abend auf Bürger die Ihre Verstorbenen besuchen und derer gedenken. Manches Gespräch entwickelt sich beim Besuch des Friedhofes. Manchmal auch nur mit sich selbst. Innehalten um sich zu sammeln, um zu sehen und zu spüren das unser Leben wertvoll ist.

Geht man durch das Eingangstor hoch zum Waldrand, trifft man auf eines von zwei Familiengräbern, die in Dirmingen Geschichte schrieben. Hier ist die Ruhestätte der Familie Höll. Die Fleisch und Wurstwaren von Höll waren weit über die Grenzen des Saarlandes bekannt und auch heute noch werden Produkte von Höll in den Warenhäusern angeboten. Die Wiege der Fa. Höll war in Dirmingen und hier wurde die Familie auch beerdigt.

Die zweite Grabstätte die geschichtlich fest mit Dirmingen verbunden ist, ist die Grabstätte der Familie Schäfer (Veltes) von der ehemaligen Brauerei Schäfer (1880 – 1992). Auch diese liegt am Waldrand, unweit der Grabstätte der Familie Höll.

Jedes Grab jedoch hat seine eigene Geschichte. Hier ruhen die Menschen, die unseren Lebensweg formten, die uns ein Stück weit begleiteten und die uns verlassen haben, oft viel zu früh. Verwandte, Mitschüler, Kameraden, Freunde, Bekannte oder Menschen denen wir einmal im Leben begegnet sind. Alle sind hier zur letzten Ruhe gebettet.

Nach der Schändung des Kriegerdenkmals auf dem Hundsberg im Jahre 2014 brauchte Dirmingen eine neue Stätte um den Toten der beiden Weltkriege zu gedenken. Die Interessengemeinschaft für Kultur- und Denkmalpflege Dirmingen schaffte es, mit Unterstützung der Gemeindeverwaltung, ein neues Mahnmal auf dem Friedhof, neben der Einsegnungshalle, zu bauen. Der größte Teil der Kosten konnte durch einen Bilderabend von Hans-Werner Guthörl und Frank Klein erbracht werden. Das neue Mahnmal soll nun zukünftig aller Kriege, sowie auch den Opfern der Pandemie gedenken. In jedem Jahr findet am Volkstrauertag eine Kranzniederlegung statt.

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